Ausfahrt am 12. August 2017 nach Sachsenburg und Mittweida
Erstellt: 14.09.17
Reinhart Wiegner

Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah! – unter diesem Motto hatte der Heimatverein zu einer Busausfahrt am 12. August 2017 eingeladen.

Und wirklich, so war die Meinung der Teilnehmer, die Ausfahrt hatte gehalten, was der Spruch versprach.

Wir fuhren nach Sachsenburg bei Frankenberg. Zuerst wurden wir sehr herzlich von Mitgliedern des Bergbauvereins „Reicher Segen Gottes“ empfangen, die uns durch ihre Ausstellung in der alten Schlossmühle führten. Die ehrenamtliche Tätigkeit des Vereins verdient höchsten Respekt.

In der daneben befindlichen Spinnerei befand sich von 1933 bis 37 ein Schutzhaftlager der Nazis. Schon die Besichtigung der Haftzellen vermittelte einen Eindruck von den unmenschlichen Bedingungen.

Danach ging es zum Mittagessen nach Frankenberg in das Hopfenstübchen zurück.

Frisch gestärkt, konnten wir an einer Führung durch die Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg teilnehmen. Auch wenn die Häuser erst in jüngster Zeit entstanden sind, vermitteln die Gebäude auf dem Freigelände eine Vorstellung vom Leben in dieser Zeit.

Wer wollte, konnte auch einen Abstecher zu den Resten der sich auf dem Treppenhauer von 1220 bis 1350 befindlichen Bergstadt Bleyberg unternehmen.

Danach fuhren wir zum Wasserkraftwerk Mittweida. Hatte doch die Stadt Mittweida schon frühzeitig erkannt, dass eine eigenständige Stromerzeugung Standortvorteile für die wirtschaftliche Entwicklung aufweist. In Mittweida wurde Strom mittels Dampfmaschine, Schiffsdieselmotoren und Wasserkraft erzeugt. Die teilweise noch vorhandene alte, durch ihre Größe schon beeindruckende Technik, und die jetzt noch sich im Betrieb befindlichen Wasserkraftanlagen riefen so manches A und O nicht nur bei den technisch interessierten Teilnehmern unserer Ausfahrt hervor.